ich01Auch wenn mein Leben oder meine Person nicht so interessant ist wie das einiger Prominenter, so möchte ich mich hier doch dem geneigten Leser etwas näher vorstellen :).

Leben und Ausbildung
Ich wurde 1979 in Bad Mergentheim in Süddeutschland geboren. Ich ging den normalen Schul- und Bildungsweg, den viele andere vor mir auch gegangen sind. Nach dem Abschluss mit der allgemeinen Hochschulreife habe ich im Jahre 2002 ein Studium der Chemie und Physik begonnen. Ich zog es jedoch nicht durch und absolvierte eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Bad Mergentheim, bei welcher ich auch heute noch als Verwaltungsfachangestellter in der Straßenverkehrsbehörde tätig bin.

Astronomie und andere Hobbies
Im Alter von elf Jahren bekam ich zu Weihnachten ein 60 mm Teleskop aus dem Hause Tschibo geschenkt. Noch am gleichen Abend richtete ich damals das Teleskop auf unseren Mond und war begeistert, was man bereits mit einem solch kleinen Instrument alles entdecken konnte. So wurde ich langsam vom Astrovirus infiziert.

Obwohl ich die Jahre darauf keine größeren Teleskope oder optische Hilsmittel besessen hatte, verschwand die Begeisterung für den Sternhimmel nie ganz. Ich las viele Bücher zu dem Thema. Als dann im Jahre 1997 der große Komet Hale-Bopp für viele Wochen am Himmel zu sehen war, stand fest, dass mich die Faszination des Sternhimmels nun vollends gepackt hatte. Das bekam auch mein damaliger Physiklehrer mit. Er war zu jenem Zeitpunkt Vorsitzender der Astronomischen Vereinigung Weikersheim e. V., welche auch eine Sternwarte in Weikersheim auf dem Karlsberg betreibt. Er hat mir ein 80 mm Spiegelteleskop empfohlen, welches mir damals meine Großeltern gekauft hatten. Er fragte mich zudem, ob ich ihn nicht auf die Sternwarte begleiten wollte. Und bereits kurz darauf erhielt ich von ihm einen Schlüssel zu dieser Sternwarte. Wann immer ich Zeit hatte, besuchte ich die Sternwarte.

Die Jahre danach entwickelte sich mein "astrofotografischer Weg". Von einem Vereinskollegen kaufte ich eine gebrauchte Spiegelreflexkamera, eine Minolta SRT 101. Einfach ans Teleskopokular gehalten, erhielt ich damit meine ersten Bilder des Mondes. Mit entsprechenden Adaptern konnte ich die Kamera auch an die Teleskope der Sternwarte montieren und so entstanden die ersten Deepsky-Bilder. Im Jahre 1998 konnte ich schon den vereinsinternen Fotowettbewerb mit einem Bild des Pferdekopfnebels gewinnen, was mich unglaublich stolz machte. Astrofotografie... damals bedeutete das noch, stundenlang bei Minusgraden auf einer Leiter stehen, die Nachführung des Teleskops manuell mit Blick durch ein Nachführokular zu korrigieren. Ja... ich lernte es fast von der Pike auf :).

In 2004 investierte ich in eine digitale Spiegelreflexkamera. Canon brachte zu diesem Zeitpunkt mit der EOS 300D eine erschwingliche dSLR auf den Markt. Damit eröffneten sich neue astrofotografische Horizonte. Kein tagelanges Warten mehr auf die Negative aus dem Fotolabor. Das aufgenommene Bild direkt nach der Belichtung zu sehen war schon ein gewaltiger Schritt nach vorne.

Mehr als zehn Jahre danach benutze ich teilweise noch immer Canon Spiegelreflexkameras an den Teleskopen. Ich bevorzuge für "ernstzunehmende" Astrofotografie jedoch spezielle CCD-Kameras. Ich machte meine ersten CCD-Schritte mit einer ATIK 383L+. Nach zwei Jahren rüstete ich Anfang 2015 auf eine Moravian G3 11000 Vollformat Schwarzweiß-CCD-Kamera auf. Ich benutze diese noch immer an meinem 130 mm f/6.6 apochromatischen Refraktor auf einer Celestron CGEM Montierung. In der Rubrik "Ausrüstung" findest du eine detaillierte Auflistung meines eingesetzten astronomischen Equipments.

Die Fotografie
Nicht nur der spezielle Bereich der Astrofotografie löst mich von den Spannungen des Alltags, sondern auch die normale Fotografie an sich. Die Kamera ist mein treuer Begleiter fast immer, wenn ich das Haus verlasse. "Lieber die Kamera dabei haben und nicht brauchen als sie nicht dabei haben und sich über ein verpasstes Motiv ärgern" ist mein Motto. Dabei ist es gleichgültig, ob ich in der heimischen Gegend, in Dünenlandschaften Namibias oder unter isländischen Wasserfällen unterwegs bin: für mich ist die Fotografie eine Leidenschaft zur Erholung mit dem netten Nebeneffekt, Momente und Augenblicke im hastigen Fluss der Zeit für die Ewigkeit einzufrieren. Wow... tiefgehende Worte von so jemandem wie mir? Ja :).

Danke fürs Lesen und nun viel Spaß beim Stöbern auf meiner Webeite.